Lebensträume

Installation zur Kunstwoche in Schmerwitz

Ein Leben nach der Droge. In der betreuten Wohngemeinschaft von Synanon in Schmerwitz befragte ich Drogenabhängige nach ihrem Lebenstraum. Zusammen suchten wir Sätze, Sinnbilder oder Gedichte, die den Traum ihres zukünftigen Lebens beschreiben könnten.
Die Befragten wurden portraitiert. Bild und Text wurden in einen Eisenring hineingehängt, der auf eine Stahlstange geschweißt war.
Der Kreis ist das Symbol der Geborgenheit nach innen und der Offenheit nach außen. Im Buddhismus umschreibt die Form dieses Stahlobjektes einen Wanderstab. Ohne Absicht hat sich gezeigt, dass die Lebensträume der Befragten immer mit Wandern, Suchen und Finden in Zusammenhang standen, was der Idee des Wanderstabes sehr nahe kommt. Die 15 Stahlobjekte wurden an ausgesuchten Orten des Geländes aufgestellt. Einige Bewohner konnten nur noch von Geschehenem berichten. Sie konnten ihren Lebenstraum nicht mehr finden.